Am Anfang der Regenbogenbrücke

Entschuldigt die lange Pause

johnkamatsos4 / Pixabay

Es war nun einige Zeit ruhiger hier.
Mein geliebter Kater (1J.,3M.) ist schwer krank geworden und ich hatte überhaupt keine Muse für einen Artikel.
Mehrere Tierarztbesuche, Medikamentengaben, Schonkost-Zubereitungen, Krankenlager einrichten, Kuscheln und einfach da sein, Sorgen und Umsorgen hatten Priorität.

Nun möchte ich einfach meine Gedanken niederschreiben.
Nicht ausführlich. Nicht wirklich sortiert. Nicht informativ.
Aber mir ein Bedürfnis.

 

Liebe

Ein Haustier ist nicht nur irgendein Tier – es ist ein Familienmitglied.
Entsprechend leide ich mit ihm, wenn es krank ist und freue mich mit ihm, wenn es an etwas besonderen Spaß hat.
Und der kleine Freund gibt so viel zurück – nicht in Worte zu fassen.

Geduld

Manchmal habe ich mich geärgert,
– wenn er die Vase umgeworfen hat und sich das Blumenwasser langsam aber sicher in Richtung Laptop ausbreitete.
– wenn er meine Pflanzen malträtierte, nur um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.
– wenn er in einer Urgemütlichkeit das tat, was ich gerade ungeduldig von ihm verlangte.
Aber nur ganz selten, kaum arg und nie lange.

Dankbarkeit

Immer war ich froh, dieses tolle Wesen in meiner Nähe zu wissen.
Seine Anwesenheit hat so gut getan. Seine Zuneigung war ehrlich und kam von Herzen.
Er gab mir so viel Liebe. Zeigte so viel Vertrauen. Gab so viel Trost.

Abschied

Und dann kommt der schlimmste Tag.
Der Tag, an dem man am Anfang der Regenbogenbrücke steht und loslassen muss.
Und obwohl man vielleicht ahnt, dass dieser Tag kommt – es ist und bleibt einfach nur schwer. Es ist zu früh. Es ist unfair.

Vermissen

In zig Situationen im Alltag vermisse ich ihn.
Das freudige „Guten Morgen“-Ritual, bei dem ich versuchte ohne zu stolpern bis in die Küche zu kommen.
Der tröstende Stubser, wenn ich mal nicht so gut drauf war.
Die gemeinsamen Kuschelrunden, die so beruhigend und vertraut waren.
Der Versuch etwas vom Joghurt zu stibizen.
Das hoffende Warten, dass beim Kochen etwas zu Boden fällt.
Fangspiele, Raufen, zu wenig Platz auf dem Sofa oder im Bett … es fehlt mir alles.

 

Du fehlst mir! So unendlich!

 

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